August Aichhorn Haus

Aus Justizskandal Kampusch
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Das August Aichhorn Haus war ein Kinderheim, in der Seuttergasse 29 (heute logiert hier eine Schule) in Wien Hietzing in bester Lage und fasste rund 160 Kinder. Diese wurden später auf kleinere Wohngemeinschaften aufgeteilt. Viele betroffene Kinder legten typische "Heimkarrieren" hin und wurden drogenabhängig und/oder kriminell.

Ehemalige Zöglinge berichteten von Missbrauch und brachten Strafanzeige ein. Es ging um einen "Partydienst", den der mit Heimleiter Rudolf S befreundete Reinigungs-Unternehmer Reinhard G in den 1990er Jahren aufgezogen haben soll. Heim-Zöglinge ohne elterlichen Rückhalt - gerade in solchen Heimen nicht selten - sollen gezielt ausgesucht und "abgerichtet" worden sein. In den Jahren 1996-1998 flogen Missbrauchsfälle im August Aichhorn Haus auf. Hauptzeuge gegen den Reinigungs-Unternehmer Reinhard G war Martin Lischka.

Wie ehemalige Zöglinge gegenüber der "Wiener Zeitung" erzählten, seien die Buben mit Aussicht auf Taschengeld und Schulfreistellung geködert worden, wenn sie in der Firma G. Putzdienste leisten. Wer zusagte, soll dann in den zu putzenden Wohnungen brutal vergewaltigt und missbraucht worden sein. Nach der "Initiation" seien die Betroffenen regelmäßig - auch mitten in der Nacht - geholt, in Kisten gesperrt und per Firmenbus zu wilden Orgien gebracht worden, wo ältere Männer und Frauen die Kinder auf unterschiedlichste Art bis hin zum Folterkeller sexuell missbrauchten. Es soll auch Filme darüber geben.<ref>http://aundckinder00.blog.de/2011/08/07/fall-august-aichhorn-haus-jugendaemter-schicken-beduerftige-kinder-verein-offiziell-gar-existiert-11622012/</ref>

Bezug zum Kampusch Fall

1.

Am 3.3.1998 meldet sich eine Dame vom Jugendamt für den 22. Bezirk bei der Polizei und gibt an, dass der Name Natascha Kampusch im Akt eines Jungen (Marcel F 10 Jahre) aus Nataschas Klasse genannt wurde.

Marcel gab damals im Beisein seiner Mutter vor dem Jugendamt an, dass er Anfang 1998 bei einem pädophil veranlagten Mann im 14. Bez. in der Wohnung war, bei diesem wurden Pornohefteln geschaut und er hätte den Kindern eigenartige Dinge versprochen. Natascha war angeblich auch einmal mit dabei. (Marcel fehlte am Tag von Nataschas Entführung in der Schule weil seine Mutter am Samstag davor ihren 50. Geburtstag lange und ausgiebig gefeiert hat. Montag verbrachte der Junge fernsehend alleine zu Hause.) In die Wohnung des Pädophilen kam er weil er mit einem älteren Jungen, Manfred H. (15) mitging, der Zögling des August Eichhorn Hauses war und dessen Vater am Alfred Kubin Platz wohnte (nähe Entführungsort/Schule). Manfred H. selbst war im Heim Seutergasse untergebracht. Näheres zur Einvernahme unter Marcel F

2.

Der "Taximörder" Martin Lischka saß mit dem Bubenmörder Jürgen Breier eine Zeit lang in der gleichen Vollzugsanstalt ein. Breier soll Lischka gestanden haben, dass er Natascha umgebracht und in Lainz vergraben hat.

Auch diese beiden waren Zöglinge des August Eichhorn Hauses und bereits 1997, noch minderjährig, in einen Einbruch verwickelt. Lischka hat 1998 in der Murrstrasse gewohnt (damals 13) und dieser hat am 3.3.1998 gegenüber einem anderen Mädchen angegeben er wüsste wo Natascha versteckt ist. Er hätte sie in der U-Bahn gesehen und sie hätte ihm erzählt sie wäre von zu Hause weggelaufen weil sie eine Ohrfeige von ihrer Mutter bekommen hat. Dann zeigte er dem Mädchen einen Platz unter der Kellerstiege in einem Haus am Alfred Kubin Platz, wo Natascha angeblich die Nacht verbringen und er ihr Essen hinbringen würde. Vor der Polizei sagte der Junge, dass er nur angeben wollte, er kenne Natascha gar nicht, aber ein anderes Mädchen aus dem Hof kenne sie schon.

Die Befragung des Lischka führte Thomas Franklin alleine durch.

3.

Reinigungs-Unternehmer Reinhard G soll zu einem ORF Mitarbeiter gesagt haben, er habe ein Video wo Polizeigeneral Roland H in Aktion mit NK sein soll. Reinhard G relativiert dies jedoch später, spricht von einem Bild und von einer Abgängigen aus Wien und der Bekannte aus Thailand hätte nie NK erwähnt.<ref>Anlassbericht vom 24.09.2009</ref> Der Hauptzeuge im Missbrachsprozess gegen Reinhard Gander war Martin Lischka.<ref>http://derstandard.at/1271376409769/Neue-Ermittlungen-wegen-Missbrauchs-an-Wiener-Heimkindern</ref>



Siehe auch Jugendsamtakte und Sichtung in Meidling (wird erst vollständig ins Wiki übertragen) http://www.dieaufdecker.com/index.php/topic,205.0.html

Weitere Literatur zum AAH:

http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Aichhorn-Haus-StA-stellt-Verfahren-ein/30750215

http://wiev1.orf.at/stories/443303

http://oe1.orf.at/artikel/243764


<references>