BK, 24.9.2009 Aktenvermerk von BI Steinkogler und BI Treitner

Aus Justizskandal Kampusch
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Zeugeneinvernahme der Ischtar A. und der Rosa A. vom 21.9.2009.


A. Ischtar R. wurde bis zu dieser zeugenschaftlichen Einvernahme insgesamt neunmal befragt bzw. einmal niederschriftlich einvernommen. Ihre Mutter A. Rosa wurde einmal niederschriftlich einvernommen.

A. Ischtar und A. Rosa hatten vor der zeugenschaftlichen Einvernahme am 21.9.2009 die Möglichkeit ihre bisherigen Angaben durchzulesen und auf Richtigkeit zu prüfen. Dies war insbesondere aus dem Grund, dass die Berichte über die Befragung der A. Ischtar von dieser nie gelesen und auf Richtigkeit überprüfen konnte, notwendig. A. Ischtar brachte vor, dass sie das damals Erlebte verdrängt habe, da sie über erheblichen psychischen Störungen gelitten habe und sie nicht wolle, dass das Ganze wieder von vorne anfängt. Von den einvernehmenden Beamten BI Steinkogler Dagmar und BI Treitner Walter, wurde sie mit dem Vorschlag, jederzeit mit dem Durchlesen aufhören zu können, ersucht, es zu versuchen.

A. Ischtar erklärte sich einverstanden, brach aber beim 2. Bericht vom 5.3.1998 mit dem Durchlesen ab, da ihr zu viele negative Erinnerungen kamen.

A. Ischtar brachte dabei Erzählungen über die schlechten Erfahrungen mit ihrer Lehrerin, der Schulpsychologin und den Mitschülern und zeigte eindeutige Symptome ihrer psychischen Belastung, wie zittrige Hände.

Sie erklärte sich aber bereit ihren damaligen Schulweg und ihre damaligen Beobachtungen auf einer Karte zu zeigen und zu kommentieren und weitere Fragen, soweit es ihr möglich ist, zu beantworten.

Durch ihre Angaben und der Angaben Mutter bei den Einvernahmen am 21.9.2009 konnten glaubhaft folgende Punkte geklärt werden:


1. Sie konnte 2 Männer als Täter wahrnehmen

2. Sie sah das Tatfahrzeug zum ersten Mal am Rennbahnweg, Mitte der Hundewiese, auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite abgestellt 3. Sie sah Natascha K. und konnte ihre Entführung beobachten.

4. Sie konnte das schnelle Wegfahren des Tatfahrzeuges in Richtung Murrstraße wahrnehmen.

5. Sie konnte das Tatfahrzeug beim Kreisverkehr Rennbahnweg - Panethgasse ein zweites Mal wahrnehmen, wobei ihr wieder 2 Männer als Täter auffielen.

6. Sie teilte ihre Wahrnehmung sofort nach Eintreffen in der Schule ihrer Lehrerin Frau R. mit und als sie nicht ernst genommen wurde nochmals in der Pause um 11:30.

7. Sie erkannte Natascha K. auf den Suchplakaten am 3.3.1998 am Nachhauseweg von der Schule, als jenes Mädchen, deren Entführung sie gesehen hatte.

8. Sie erkannte Priklopil Wolfgang am 23.8.2006 als sein Lichtbild in der Zeit im Bild 2 gezeigt wurde, als einer der Täter der Entführung von Natascha K. wieder

9. Sie erkannte das damalige Fahrzeug von Priklopil Wolfgang Kkw, Mercedes 100 DL, weiß lackiert bei der Tatrekonstruktion am 31.8.2006 (damals ohne abgedunkelte Scheiben) wieder und machte auf die damals fehlenden schwarzen Scheiben und auf den fehlenden „Buckel“ aufmerksam und erkannte am 21.9.2009 das Tatfahrzeug auf Lichtbildern aus 1998 (mit abgedunkelten Scheiben und ohne „Buckel“) wieder und wies wieder auf den fehlenden „B-Förmigen“ Buckel hin.