BPD Wien, SB Meldung an StA Kronawetter vom 17.7.2002

Aus Justizskandal Kampusch
Zur Navigation springen Zur Suche springen

In der im Betreff genannten Strafsache werden ergänzende Erhebungen nachgereicht. Demnach wurde bestätigt, dass der Förderunterricht für Kampusch am 2.3.1998 um 07:20 Uhr bzw. 07:25 Uhr begonnen hätte. Auch wurde nachvollzogen, dass es für Kampusch zu Fuß jedenfalls, möglich gewesen wäre, rechtzeitig zum Unterricht zu kommen, wenn man davon ausgeht, dass sie um ca. 07:00 Uhr von zuhause weggegangen ist.

Weiters wurde neuerlich mit der Zeugin H. Bettina, gesprochen, die schon im Zuge der seiner zeitlichen Erhebungen ausgesagt hatte, dass sie ihre ehemalige Schulfreundin Kampusch auf dem Schulweg gehend gesehen habe. Nun sagte sie aus, sie könne sich daran erinnern, dass aus dem Grundstück Rennbahnweg 13, kurz nachdem Kampusch dort vorbeigegangen war, ein weißer Bus herausgekommen und in Richtung Kampusch weggefahren sei. Auf die Frage, weshalb sie nicht schon damals ihre Wahrnehmung dem Beamten des Sicherheitsbüros mitgeteilt habe, sagte sie, sie sei damals sehr nervös gewesen und ihre Wahrnehmung sei ihr erst einige Wochen später wieder eingefallen.

Aufgrund dieser neuen Aussage wurde von ha. Neuerlich entsprechende Erhebungen in der do. Wohnhausanlage Rennbahnweg 13 durchgeführt. Demnach wurde von den do. Mietern kein solcher Bus benutzt. Beim Lenker dieses Busses dürfte es sich demnach um eine nicht un der do. Anlage wohnhaft gewesene Person gehandelt haben.

Weiters wird berichtet, dass über Auftrag des Bundeskriminalamtes die weiteren Erhebungen im Fall Kampusch vom LGK Burgenland zu führen sind.