E-Mailverkehr mit Oberst Kröll

Aus Justizskandal Kampusch
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Hier handelt es sich um einen E-Mailverkehr zwischen Christian Semler und Oberst Franz Kröll, in dem letzter ersteren nach dessen Ausscheiden aus dem Assistenzteam zeitnah weiter über sämtliche Ermittlungsstände informiert hat.

Inhalt

Oberst Kröll zeigte sich zunächst hocherfreut, dass EOSTA Dr. Thomas Mühlbacher die Ermittlungen übernehmen werde. und schwärmte von dessen Fähigkeiten. Nach einem Gespräch zwischen Mühlbacher und LOSTA Dr. Werner Pleischl ab Juni 2009 kehrte sich diese Stimmungslage ins Gegenteil.


4.6.2009 beschwert sich Obert Kröll über Vertröstungen und "Abschasselungen" durch Staatsanwalt Hans-Peter Kronawetter


16.12.2009 kritisiert Oberst Franz Kröll die Rahmenbedingungen im Bundeskriminalamt, weil er tatsächlich wesentlich mehr Ermittler gebraucht hätte, als ihm zur Verfügung standen.

24.9.2009 leitete Oberst K. dem Mag. S. sein Mail an die Kommissionsmitglieder betreffend die Veröffentlichung des Verliesvideos weiter, das am 25.8.2006 auf der Videoplattform „youtube“ eingestellt worden sei, wobei er dazu anführte, dass dies für ihn wie ein Alptraum sei, er könne es gar nicht glauben.

24.9.2009 übermittelte Oberst K. dem Zeugen die drei bei Prof.DDr. Ludwig A. eingegangenen anonymen Schreiben, die von Oberst K. als hochinteressant beurteilt wurden.

30.9.2009 teilte Oberst K. dem Mag. S. mit, dass nach Auswertung des E-Mail-Verkehrs zwischen Dr. H., Generalmajor L., Mag. Z., Dr. R. und Generalmajor K. feststehe, dass das Verliesvideo von der Tatortgruppe gedreht und die Veröffentlichung die Entscheidung der SOKO-Leitung gewesen sei. Nach Rücksprache mit dem StA und dem UR seien dieses Video und die Bilder freigegeben worden.

7.10.2009 leitete Oberst K. das von Dr. Johann R. erstellte Fragenprogramm für die Beschuldigtenvernehmung des Ing. Ernst H. an Mag. S. zur Kenntnis weiter, wobei Oberst K. anführte, dass Dr. Johann R. sie bisher immer voll unterstützt und seine Zeit geopfert habe, um ihnen Hilfestellung zu geben.

14.10.2009, wurde Mag. S. das Fragenprogramm betreffend Ing. Ernst H. übermittelt.

16.10.2009 übermittelte Oberst K. an Mag. S. sein E-Mail an die Kommissionsmitglieder, worin auf den von CI Kurt L. zur Einvernahme der Natascha K. verfassten Amtsvermerk hingewiesen wurde und insbesondere darauf, dass RA Dr. Christian G. behauptet habe, der Journalist H. habe ihm die seinerzeitigen Einvernahmeprotokolle von Natascha K. „zugespielt“ und er hätte diese von der Polizei bekommen.

18.10.2009 leitete Oberst K. an Mag. S. das an EOStA Dr. Thomas M. und die Kommissionsmitglieder gerichtete Schreiben betreffend die Beschuldigtenvernehmung des Ing. Ernst H. weiter, wobei er anmerkte „eine schwierige Geburt. Wir werden sehen, wie es insbesondere mit Ing. Ernst H. weitergeht.“ Ein weiteres Mail von diesem Tag betrifft die Weiterleitung von Erkenntnissen aus der Observation des Ing. Ernst Holzapfel.

29.10.2009 leitete Oberst K. an den Zeugen Mag. S. die Zeugenvernehmungsprotokolle Brigitta S. und Sabina S. weiter und führte an, dass es hoffentlich gelungen sei, den Druck aufzubauen, insbesondere betreffend Ing. Ernst Holzapfel, vielleicht werde die Natascha dadurch gereizt und mache endlich ihren wahrheitsliebenden Mund auf. Der Zeugeneinvernehmung Mag. S. angeschlossen ist weiters ein E-Mail des Oberst K. vom 22.10.2009 betreffend die Weiterleitung der Zeugenvernehmungen der EGS-Beamten, wobei er dazu bemerkte, dass er nicht mehr weiter wisse, wenn die Aussagen der EGS-Beamten nicht zu denken geben würden.

3.11.2009 betreffend die Übermittlung der Einvernahmeergebnisse der Waltraud P. an Mag. S., wobei Oberst K. dazu ausführte, dass es sich um eine absolut wichtige Zeugenaussage handle, dass schön langsam schon alles werden werde, es alles seine Zeit brauche, der Herrgott aber eine lange Rute habe.

17.11.2009, das der Einvernahme des Mag. S. angeschlossen ist, übermittelte Oberst K. die Zeugenvernehmung des Ing. Rudolf H. an Mag. S. und merkte dazu an, dass es sich um eine interessante Aussage zu und über Ing. Ernst H. handle. Schließlich schloss Mag. S. seiner Einvernahme das von Oberst K. an ihn versandte Mail vom

16.12.2009 an, in welchem dieser den Entwurf des Abschlussberichtes übermittelte. Dieses E-Mail wurde bereits von Dr. Johann R. im Rahmen seiner Zeugenvernehmung vorgelegt und wurde der Inhalt bereits dort wiedergegeben. Schließlich legte Mag. S. im Zuge seiner Zeugenvernehmung seinen Amtsvermerk vom 4.8.2008 betreffend den telefonischen Kontakt mit StA Mag. Hans-Peter K. und EOStAin Dr. Maria-Luise N. vor.

27.6.2011 reichte Mag. S. seinen Aktenvermerk vom 12.8.2008 nach. In diesem Aktenvermerk hielt er fest, dass ihn Oberst K. angerufen und ihm von einem Telefonat mit Univ.Prof.DDr. Ludwig A. berichtet habe. Danach habe Univ. Prof.DDr. Ludwig A. einen Anruf vom Kabinettchef der FBM für Justiz xxxxxxx, Dr. Albin D. erhalten, der mitgeteilt habe, dass die Ermittlungen in der Causa K. weitergehen würden, jedoch erst nach der Nationalratswahl am 28.9.2008. Diesen Sachverhalt habe Mag. S. sodann Dr. Johann R. mitgeteilt, der darin eine offensichtliche Verzögerungstaktik seitens der StA/Justiz und eine mögliche parteipolitische Strategie gesehen habe. Diese Einschätzung decke sich mit der der verbliebenen Kommissionsmitglieder. Mag. S. habe gegenüber Dr. Johann R. ein Gespräch mit der FBM für Inneres xxxxxxxx angeregt, was Dr. Johann R. begrüßt und seine Unterstützung zugesichert habe. Weiters ist festgehalten, dass Mag. S. sodann einen Anruf des SC Dr. V. erhalten und auch ihm ein informelles Gespräch bei FBM xxxxxxx vorgeschlagen habe, der dem Vorschlag zugestimmt und eine Besprechung dazu für die folgende Woche in Aussicht genommen habe.