Elisabeth G

Aus Justizskandal Kampusch
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Elisabeth G war Geschäftsführerin der mittlerweile insolventen Planet Love HandelsgesmbH.

Neubaugürtel 29

Telefonkontakte

Es gab Telefonkontakte zwischen Ernst Holzapfel und Elisabeth G, die in auffälligen zeitlichen Zusammenhang zu den Telefonkontakten zwischen „be kind slow“ und Ing. Ernst Holzapfel standen.

Aus dem Bericht OStA-Innsbruck Seite 29

Die Zusammenstellung der Kommission enthält nun erstmals auch den Hinweis, dass die Auswertung der Rufdatenrückerfassung durch MinRat Mag. S. im Gange sei und bisher erbracht habe, dass Ing. Ernst H. mit der im xxxxxxxxx Erotik Shop in Wien beschäftigten Elisabeth G. mehrere Aktiv- und Passivgespräche geführt habe, wobei diese Gespräche ab dem Zeitpunkt des Freikommens der Natascha K. schlagartig aufgehört hätten. Zudem habe sich ein Telefonkontakt zwischen Wolfgang P. und Elisabeth G. ergeben. Auch gehe aus der Auswertung hervor, dass er jeweils nach einem Gespräch mit Elisabeth G. Dkfm. Peter B. angerufen habe oder nachdem er Dkfm. Peter B. angerufen habe, anschließend mit G. telefoniert habe. Auch habe Ing. Ernst H. Dkfm. Peter B. auf seinem Mobiltelefon unter „Be kind slow“ gespeichert.

Aus dem Bericht OStA-Innsbruck Seite 33

Folgende Theorie sei seitens der Kriminalbeamten geäußert worden: Wolfgang P., Ing. Ernst H. und Ing. Rudolf H. seien der Sado Maso Szene zuzuordnen und gehörten einem Kinderpornoring an. Es sei geplant gewesen, ein Mädchen zu entführen. Dafür seien Wolfgang P. S 500.000.- von Ing. Ernst H. bezahlt worden. Wolfgang P. habe die Entführung im Auftrag seiner Komplizen ausgeführt, habe vereinbarungsgemäß in einer Waldlichtung gewartet, seine Komplizen seien aber nicht erschienen. Er habe Natascha K. in sein Verlies gebracht, welches zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingerichtet gewesen sei. In der Folge habe sich Wolfgang P. die Natascha K. selbst behalten und das Geld großteils zurückbezahlt. Man habe Natascha K. in der Folge sexuell missbraucht und gefilmt und seien Teile davon nun im Internet aufgetaucht. Diese Theorie beruhe auf den Telefonkontakten zwischen Ing. Ernst H. und der in einem Erotik Shop beschäftigten Elisabeth G.. Diese Telefonkontakte stünden in engem zeitlichem Zusammenhang mit Kontakten des Ing. Ernst H. zu Dkfm. Peter B.. Dieser sei im Telefonspeicher des Ing. Ernst H. unter „be kind slow“ gespeichert. Weiters gebe es auffällige Telefonkontakte zwischen Wolfgang P., Ing. Ernst H. und Anschlussnummern des Zentralen Infodienstes der Uni Wien. StA Mag. Hans-Peter K. habe zu bedenken gegeben, dass Natascha K. über einen sexuellen Missbrauch weder des Wolfgang P. noch anderer Personen Angaben gemacht habe und sie als Opfer anzusehen sei. Er werde die Unterlagen sichten und sich allenfalls Ende der Woche bei der Kommission melden. Abschließend ist vermerkt, dass StA Mag. Hans-Peter K. den LOStA Dr. Werner P. und LStA Dr. Otto Sch. über das Gespräch informiert habe. In dem StA Mag. Hans-Peter K. anlässlich der Besprechung vom 9.6.2008 übergebenen Analysebericht der Rufdatenerfassung betreffend die beiden von Ing. Ernst H. verwendeten Mobiltelefonanschlüsse sowie das Mobiltelefon des Wolfgang P. und den Festnetzanschluss Strasshof, Hxxxxstrasse XX, wird vorerst angemerkt, dass bislang offensichtlich nur das von Wolfgang P. verwendete Mobiltelefon ausgewertet und analysiert worden sei. Nach genauer Betrachtung und Abgleichung der nun eingeholten Datenlisten hätten sich nunmehr intensive Kontakte zwischen Ing. Ernst H. einerseits und dem Mobiltelefon des Wolfgang P. sowie dem Festnetzanschluss in Strasshof andererseits ergeben. Auffällig seien weiters zahlreiche Telefonkontakte zwischen Ing. Ernst H. und Anica A. und einige Kontakte zwischen Ing. Ernst H. und Elisabeth G., beschäftigt im Erotik Shop „Pxxxxx xxxxx“, wobei letztere Kontaktaufnahmen wiederum in einem engen zeitlichen Verhältnis zu Kontakten des Ing. Ernst H. mit dem Anschluss 0699/xxxxxxx, Anschlussinhaber Dkfm. Peter B., bei Ing. Ernst H. im Telefonspeicher des Handys 0699/xxxxxxx unter dem Pseudonym „Be-Kind-Slow“ abgespeichert, stünden. Überdies bestünden aufklärungsbedürftige Kontakte zwischen Ing. Ernst H. und Wolfgang P. einerseits und dem Zentralen Informatikdienst der Uni Wien andererseits sowie solche zwischen dem Festnetzanschluss in Strasshof und dem Festnetzanschluss der Hans H. in der Vxxxxxxxgasse X/X/X in Wien.

Folgende Fragen seien abzuklären:

Wer wohnt in der Vxxxxxxxxgasse X/X/X und tätigte im Beobachtungszeitraum 39 Kontakte mit dem Festnetzanschluss in Strasshof?

Warum wurden unter Berücksichtigung der Angaben des Ing. Ernst H., mit Wolfgang P. Haussanierungen durchgeführt zu haben, der überwiegende Teil der Telefonate zwischen ihm und Wolfgang P. wochentags und von Festnetz auf Mobiltelefon und umgekehrt geführt? Wann und was wurde tatsächlich gearbeitet?

Was passierte am Samstag 24.6.2006, zumal an diesem Tag 28 Kontakte zwischen Ing. Ernst H. und Wolfgang P. erfolgten?

Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Telefonkontakten des Ing. Ernst H. und der Elisabeth G. einerseits und der Entführung und Festhaltung der Natascha K. andererseits?

Welche Bedeutung hat das Pseudonym „Be-Kind-Slow“ und hat die zeitliche Nähe zwischen den Telefonkontakten Ing. Ernst H.– Elisabeth G. und Ing. Ernst H.–B. Bedeutung?

Wer war der Anschlussteilnehmer der Nummern des Zentralen Informatikdienstes der Uni Wien? Welche Beziehung besteht zwischen Ing. Ernst H. und Anica A.?

Aus dem Bericht OStA-Innsbruck Seite 95

Aus der dem Abschlussbericht des BKA vom 16.12.2009 angeschlossenen Zeugenvernehmung der Elisabeth G. vom 8.10.2009 ergibt sich, dass die Zeugin Ing. Ernst H. nicht persönlich kenne. Ihr Gatte Alexander sei aber mit Ing. Ernst H. bekannt, da Ing. Ernst H. Hausverwalter des Objektes XXXXXXXX XX gewesen sei, wo ihr Gatte früher einen Erotikshop betrieben habe und es in Zusammenhang mit den Betriebskostenabrechnungen Kontakte zwischen den Männern gegeben habe. Ing. Ernst H. sei nicht Kunde des Erotikshops gewesen, auch Wolfgang P. sei ihr nur aus den Medien bekannt. Mit dem Begriff „be kind slow“ könne sie nichts anfangen.

Sachverhaltsdarstellung

Am 22.10. 2008 wurde eine Sachverhaltsdarstellung "Anfangsverdacht gegen Ernst H., Elisabeth G., Peter B. u.a." wegen §§206, 207 und 207a StGB eingebracht. StA Wien: Anordnung von Erkundigungen durch Bundeskriminalamt <ref>Endbericht des parlamentarischen Unterausschusses, Seite 3</ref>

Am 10.9. 2009 wurde das Verfahren wegen §207a StGB eingestellt.

Quellen:

<references />