LPK Burgenland, LKA: 5. Niederschrift mit Natascha Kampusch, 3.9.2006

Aus Justizskandal Kampusch
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Auszug aus HP Peter Pilz http://www.peterpilz.at/nav/101/die-affaere.htm

Die fünfte Einvernahme beginnt um 9.10 Uhr. Nach wie vor interessieren sich die SOKO-Beamten vor allem für die Beziehung zwischen Täter und Opfer. Sie wollen wissen, wie groß Kampuschs Angst vor Priklopil war - und ob diese Angst das Haupthindernis für eine Flucht bei den Gelegenheiten, bei denen sie gemeinsam das Haus verließen, waren.

Kampusch gibt einleitend eine Erklärung ab:

Ich möchte zur gestrigen Niederschrift sowohl zur geschilderten Situation am Hochkar als auch bei der Verkehrskontrolle ergänzend angeben: Ich habe nie gewusst, was er macht, ob er mich zerfleischt oder andere verletzt. Ich stand unter permanentem Druck von ihm.

Frage: War diese Angst begründet dadurch dass Wolfgang Priklopil eine Waffe (Schusswaffe, Messer etc.) bei sich hatte?

Antwort: Nein. Er hatte nie eine Waffe bei sich, er war aber unberechenbar, ich hatte zum Beispiel Angst, dass er mich würgen könnte. Er hatte mich ja auch mit dem Umbringen mehrmals bedroht. Ich konnte mir keine fehlgeschlagenen Fluchtversuche leisten, ich hatte Angst, dass er mich für immer unten einsperrt oder noch schlechter behandelt.